Was steckt hinter der Wetterfühligkeit?

FreeTec WetterstationenÜber 50 Prozent der Deutschen geben an unter Wetterfühligkeit, auch als Meteoropathie oder Meteorotropismus bekannt, zu leiden. Die Wissenschaft hat bis heute keine eindeutige Erklärung für dieses Phänomen. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Wohlbefinden des Menschen gibt. Was steckt also dahinter oder ist alles nur Einbildung?

Untersuchungen können keine Zusammenhänge feststellen

Was steckt hinter der Wetterfühligkeit?Viele Menschen machen einen plötzlichen Anstieg der Außentemperaturen für Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme verantwortlich. Aber jedes Wannenbad setzt den Körper einer größeren Temperaturschwankung aus. Außerdem empfindet, kaum ein Mensch unbehangen, wenn er aus der Kälte in eingeheiztes Zimmer tritt.

Selbst Untersuchungen in Klimakammern konnten keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen bestimmten Beschwerden und dem Wetter belegen. Dies beweist aber nicht, dass es Wetterfühligkeit nicht gibt. Keine Simulation ist in der Lage Wetter perfekt nachzuahmen.

Vermutlich handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel, das kaum zu analysieren ist:

  • Wenn es einem ohne erkennbaren Grund schlechte geht, machte man gerne das Wetter verantwortlich und sucht keine weiteren Gründe.
  • Ist der Körper ohnehin gestresst ist, weil moderne Menschen sich wenig bewegen, lösen kleine Veräderungen schnell Unbehagen aus.
  • Der Körper verlernt sich Wetter anzupassen, wenn Sie sich viel in geschlossenen Räumen aufhalten.
  • Schlechtes Wetter bedeutet weniger Licht und kann für eine schlechte Stimmung sorgen.
  • Schlechte Laune lässt körperliche Gebrechen unangenehmer erscheinen als sie sind.

Falsche Signale bringen das vegetative Nervensystem durcheinander

Heute gehen einige Wissenschaftler davon aus, dass der Mensch winzige Barometer im Körper hat, sogenannte Barorezeptoren. Über diese nimmt der Organismus Schwankungen im Luftdruck wahr. Weitere Wetterdaten empfängt der Mensch über die Augen, er sieht, ob das Wetter hell und sonnig ist oder düster und grau. Denkbar ist, dass der Aufenthalt in warmen und hellen Räumen den Organismus irritiert. Die Haut und die Atemorgane stellen Wärme fest, obwohl es nach den Wetterdaten des Körpers kühl sein sollte. Solche Widersprüche irritieren das vegetative Nervensystem und lösen

  • Kreislaufproblem,
  • Kopfschmerzen und andere
  • Missempfindungen

aus.

Erwartungen lösen Beschwerden aus

Eine andere Theorie besagt, dass die Wetterfühligkeit eine sich selbsterfüllende Prophezeiung ist. Beschwerden, die viele Menschen auf bestimmte Wettersituationen schieben, bewirken, dass diese eintreffen, wenn das entsprechende Wetter herrscht. So leiden viele Münchener bei einem Temperaturanstieg unter Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Sie verkraften den warmen Fallwind, Fön genannt nicht. Norddeutsche leiden seltener unter diesen Problemen. Sicher ist, dass Sie etwas stärker und intensiver wahrnehmen, wenn Sie damit rechnen, dass es eintrifft. Sie beobachten den Körper genauer und sind sensibel für kleinste Veränderungen.

Tipp! Dies gilt auch für Narbenschmerzen, rheumatische Beschwerden und Asthma. Diese Beschwerden nehmen allerdings tatsächlich bei bestimmten Wettersituationen zu. Daher spricht man hier eher von Wetterempfindlichkeit.

Was hilft gegen Wetterfühligkeit?

Tiere und wahrscheinlich auch die Urmenschen haben ein ausgezeichnetes Gespür für Wetter. Wildtiere wissen oft besser als jede Wetterstation, wenn sich das Wetter ändert. Insekten halten sich bei drohendem Unwetter in Bodennähe auf, was wiederum Vögel dazu bewegt diese dort zu suchen. Tieffliegende Schwalben gelten schon seit Jahrhunderten als Zeichen für baldigen Regen. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Mensch unbewusst ebenfalls deutlich wahrnimmt, wie das Wetter ist, selbst wenn er diesem nicht ausgesetzt ist. Das beste Rezept gegen Wetterfühligkeit ist:

Empfehlung Hinweise
Spaziergänge Machen Sie bei jedem Wetter Spaziergänge, Ihr Körper muss lernen, wie sich Wind, Regen und Sonne anfühlen.
Licht Nutzen Sie jede Gelegenheit sich natürlichem Licht auszusetzen. Verbringen Sie die Mittagspause nicht im Büro, sondern im Freien.
Beständigkeit Bringen Sie, wenn irgend möglich, Regelmäßigkeit in Ihren Alltag. Ihr Körper hat einen Biorhythmus, der durch unregelmäßig Schlaf- und Essenszeiten gestört wird.

Vielleicht ist es aber auch so, dass Sie sich einfach mit der Erklärung, dass Sie wegen des Wetters sich schlecht fühlen gut leben können. Diese “Erkenntnis“ bedeutet Sicherheit, keine schwere Krankheit zu haben und macht grübeln über andere Ursachen überflüssig.

Vor- und Nachteile der Tipps gegen Wetterfühligkeit

  • weniger Schmerzen und Probleme
  • Sie sind hoffentlich mehr an der frischen Luft
  • können nicht alle Beschwerden lindern

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